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Putzmacherin drei, für Handſchuhe zwei Thaler zwanzig Groſchen, für die arme Nätherin täglich einen Gulden, Wolle und Seide vier Thaler fünfzehn Silbergroſchen, für—
Plöͤtzlich ſtockte ſie aber, hielt in ihrem Be⸗ richte zögernd inne und wurde über und über purpurroth.
— Nun, weiter, nur weiter,— ſagte der Bruder, der ihre Verlegenheit nicht zu bemerken ſchien.
— Und für die Armen,— flüſterte die Lieb⸗ liche, ohne die große Summe zu nennen, welche ſie wöchentlich an die Nothleidenden auszutheilen pflegte.
— Weißt du auch, daß ich mit dir recht un⸗ zufrieden bin?— erwiederte Oskar anſcheinend mit großer Strenge.
Adele ſchaute verwundert und erſtaunt zu ihm empor. Eine ſolche Sprache war ſie nicht gewohnt, aus ſeinem Munde zu hören, dennoch ſchwand das ſüße Lächeln nicht von ihren Lippen.
— Ja, ja Schweſterchen!— fuhr er drohend fort.— Gebe ich dir denn die geringe Summe, damit du den Schneider, die Putzmacherin und die


