Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Ha, ha! ein prächtiges Geſchäft. Ich arrangire die ganze Sache und ohne alle Proviſton. Sie ſollen ſehen, daß ich nicht minder generös ſein kann, als Sie gegen mich bisher geweſen ſind.— Der Baron blinzelte mit den grünlichen Augen

ſo ſchlau, als ihm überhaupt möglich war. Augen⸗ ſcheinlich erwartete er eine zuſtimmende Antwort von dem Bankier. Dieſer ſah nachdenklich zur Erde, ſein Geſicht war flammend roth geworden. War es Aerger über das frivole Anſinnen des Barons, oder die Erinnerung an die himmliſch ſchöne Tän⸗ zerin, welche in dieſem Momente vor ſeinen ent⸗ zückten Sinnen vorüber gaukelte, angethan mit all' den verführeriſchen Reizen, die ihr zu Gebote ſtanden? Portheim, der noch immer vergeblich eine Antwort erwartete und unterdeß ſeine Toilette beendet hatte, ſagte endlich:— Bah! ſehe ſchon, daß Sie Ihre Paſſton aufgegeben haben. Thun ganz Recht daran, denn theuer iſt die Spiegelthal und hat ſchon ſo Manchen ruinint. Nun, wenn es Ihnen beliebt, lieber Werth, ſo ſtehe ich zu Dienſten. Gehen wir, damit Ihre Frau nicht mir wieder die Schuld giebt, wenn wir zu ſpät anlangen.—