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dem fremden Mann, und die menſchenſcheue Klara redete zu ihm, als ob ſie ihn ſeit Jahren ſchon gekannt hätte. Er begleitete ſte bis an ihre Woh⸗ nung, dort nahm er von ihr Abſchied.
— Auf Wiederſehn!— ſagte er, indem er mit ſeiner zitternden Hand die ihrige ergriff.
Seit jenem Tage kam er öfter zu Klara, und bald wurde er ein täglicher und gern geſehener Gaſt in dem kleinen Stübchen. Freilich erſchien er immer nur ſpät, denn er liebte es nicht, mit anderen Menſchen zuſammenzutreffen, höchſtens mit dem guten Gottlieb, den er ebenfalls kannte und hochſchätzte. Der Greis war ja ſein alter Nachbar im Mullrich'ſchen Hauſe geweſen.
Wie es aber gekommen war, daß das zurück⸗ gezogene Mädchen ein ſolches Vertrauen zu dem fremden Manne faſſen konnte, ging ganz einfach zu. Er hatte Klara's Mutter einſt gekannt, und ſo oft er in das Stübchen kam, ſprach er mit der Toch⸗ ter von der geliebten Todten. Seine Worte klan⸗ gen dann ſo feierlich, ſeine Stimme zitterte und die alten Augen füllten ſich mit Thränen. Tiefbe⸗ wegt hörte das Mädchen ſeinen Reden zu. Wenn
er mit Jünglingsfeuer von den hohen Tugenden,
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