Teil eines Werkes 
1. Band (1852) Christkind-Agnes : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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leichteſten der Entdeckung von Seiten des verruchten Burſchen aus. Dennoch zog er es vor, hier zu warten, da er die Unmöglichkeit einſah, ſich auf die Straße ſelbſt hinaus zu wagen. Er hoffte ir⸗ gend einen Hausbewohner anzutreffen und mit deſſen Hülfe den Verbrecher zu entlarven. Mit dieſem Entſchluſſe lehnte ſich der Blinde an die Wand und lauſchte mit geſpanntem Ohre auf das leiſeſte Geräuſch. Er hätte das Knuspern einer Maus hören müſſen, aber es regte ſich Nichts. Der Zufall fügte es, daß keiner von den vielen Bewohnern den Flur betrat. Eine peinigende Viertelſtunde verging, ohne daß ſich jemand zeigte. Mit jedem Glockenſchlage wuchs die Gefahr.

Während der Blinde auf ſeinem Poſten ſtand, hatte Fritz ſich in den Branntweinkeller begeben; da wurde gezecht, gelärmt und jubilirt.

Auf, Matroſen, die Anker gelichtet,

die Segel geſchwellt, und den Kompaß gerichtet! ſtimmte im übermüthigen Tone der Burſche an, wiederholte der brüllende Chor ſeiner Gäſte, die er insgeſammt zur Feier ſeiner Abreiſe eingeladen hatte. Mit poſſenhaften Geberden und grotesker Ueber⸗ treibung ſang er zur Beluſtigung ſeiner Zuhörer: