306
Gräfinn. So iſt er wirklich todt? Wo iſt er— wo?— Ivain. Dort in dem Mantel, der am Boden liegt— Gräfinn.(ſich auf ihn werfenb).
O meines Lebens Stern, nach dem ſich ſtets Der thränenfeuchte Blick voll Hoffnung ſehnte— Da liegſt Du nun, Du meine ganze Luſt!— O klage Deine Mutter dort nicht an—
Sie iſt nicht ſchuld daran— o ſie vergeht Ja ſelbſt in Schmerz— ſie hat das nicht be⸗
reitet— König. Man trag' den Todten fort, dem Mutker⸗ herzen
Entſerne man den Anblick— Gräfinn. Nein, nicht ſo— Laßt mir die theuern Ueberreſte hier. Ihr wißt nicht, Unbarmherz'ge, was ich fühle. Was gehet über Mutterliebe wohl? Ihr ſtehet da— Ihr hattet Alle Mütter—


