Teil eines Werkes 
2. Band (1820)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

299 Die Neid und Bosheit mir zu legen ſtreben. Umarme mich Gabriele.(thut es). Geliebter theurer Gaſton! Gaſton. Du weinſt? Dein Buſen pocht ſo fieberhaft Die bleiche Wange röthet plötzlich ſich Gabriele, Nichts, mein Geliebter bald iſt es vorüber Gaſton.

Ja, bald was iſt das Leben ein Moment Was iſt die Erde wohl ein Hauſen Sandes Ein Staubkorn in dem großen Schöpfungsall! Die Lieb' allein ſie iſt ein lichter Punkt,

Ein Funke in dem truͤben Erdennebel. Was iſt der Menſch er wähnet ſich ſo groß, Und ſteht er erſt am Thor der Ewigkeit,

Liegt hinter ihm der bunte Lebensteppich,

Wie klein ſcheint ihm dann Alles, was er that. Nur was die Liebe webte, ſcheinen Blumen, Die ewig blühend ihren Duft ihm ſpenden, Wenn er durch's ernſteThor hindurchgeſchritten.