Dreizehnter Auftritt.
Fiallah.(allein; nachbem er eine Weile unruhig auf⸗ und abgegangen iſt).
Es ſcheint, das Schickſal gefalle ſich recht darinn, mich zu necken.— Ein glücklicher Zu⸗ fall läßt mich einer liebenswuͤrdigen Perſon das Leben retten. Ich liebe ſie bis zum Vergöttern, aber ohne Hoffnung. Nur ein Wunder konnte mich dahin gelangen laſſen, um ihre Hand bit⸗ ten zu dürfen. Ein Jahr verfließt, und dies Wunder geſchieht und trägt mich auf den Gi⸗ pfel meiner Wünſche. Man ſagt mir, ich ſey allmächtig— und Gebräuche und Gewohnheiten ſchränken meine geringſten Handlungen ein. Ich ſpreche von meiner Liebe— man ſagt mir, ich ſey bereits verheirathet.— Nun find' ich meine Geliebte, und ſie will mich nicht kennen, und ich ſtehe auf dem Punkte, von einem Weibe ge⸗ mordet zu werden, das ich nie geſehen habe und
das ſie meine Gemahlinn nennen. Um mich al⸗ len dieſen Widerwärtigkeiten zu entziehen, will ich zu Tiſche gehn, als eine wohlgemeinte War⸗ nung mir meldet, daß die Speiſen, die Geträn⸗ ke, ja die Früchte ſelbſt vergiftet ſeyen, und daß meine Feinde im Geheim über mein Verderben brüten. Armer Fiallah, Gott weiß, wie das


