Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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Welche Gefahren, welche äußerſte Noth, welche er⸗ ſtaunliche Anſtrengungen, welch ein mannhaftes Leben!

Die Jacht eilte voran. Bald war man gänzlich unter dem Schiff, und in demſelben Augenblick, wo man es berührte, wurde das Bugſpriet hineingeworfen, der Maſt wankte, eine Sturzwelle ſpielte über das Verdeck hin. Aber vom Schiff und der Jacht her hatten die Enterhaken feſt aneinander gepackt, und nach einigen Minuten befand ſich die ganze Mannſchaft der Jacht auf dem Dreidecker.

Ohne ein Wort zu ſagen, eilte Jeſpersſon auf das Ruder zu.

Mit einem Blick auf den Wind und den Platz warf er ſich darüber.

Das Schiff gehorchte.

Wir ſind gerettet! rief er.

Mitten zwiſchen zwei Brandungen hinſteuernd, die ſo nahe bei einander waren, daß ſie das Schiff in ihre ſchäumende Wirbel einhüllten, führte er es aus dem Be⸗ reich der Gefahr.

Mit vollkommener Kenntniß der Scheeren komman⸗ dirte Jeſpersſon das Schiff.

Als ſie an Grönlingen vorbei kamen, übergab er das Ruder einem Andern.

Hermann wollte ihm danken.

Es iſt nicht der Mühe werth, antwortete Jeſpers⸗ ſon;Sie haben nichts zu danken, Capitän. Auch meinem Feind erweiſe ich gern einen Dienſt.

Es entging Hermann nicht, daß er eines der wich⸗ tigſten Worte beſonders betonte.

Hermann und Carl Auguſt waren einander in die Arme gefallen.

Jeſpersſon begab ſich ſoweit als möglich aufs Hinter⸗ theil des Schiffes. Sein Blick ſuchte die kleine Jacht, und eine Thräne rollte aus ſeinen ſonſt ſo kalten Augen, als er ſah, wie ſein Wimpel ihm ſeinen letzten Gruß