Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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und in jedem Windhauch, der ihn umſäuſelte, meinte er Wonne und Seligkeit einzuathmen.

„Ei, was machſt Du denn, Guſtav?“ zankte Anna, „Du faſſeſt ja die Blumen an, wie wenn ſie von Eiſen wären. Siehſt Du, jetzt haſt Du gerade der allerſchön⸗ ſten den Stiel abgebrochen.“

„Was machſt Du da, Guſtav?“ fragte auch Sophie, die um ihre Blumen bange war;„wie kannſt Du ſo hinſitzen und ſie zerbrechen.“

„Verzeihen Sie mir,“ bat Guſtav;„es war ſo, wie ſoll ich doch ſagen...“

„Was willſt Du jetzt wieder ſagen, Guſtav,“ unter⸗ brach ihn Sophie;„vielleicht daß Du wieder da geſeſſen und geträumt haſt, da dieß ja doch Deine gewöhnliche Beweisführung iſt, wenn Du eine Dummheit begehſt. Es wäre angenehm auch einmal erfahren zu dürfen, an was Du denkſt. Es müſſen wirklich höchſt erbauliche Sachen ſein.“

Guſtav wagte nicht aufzuſchauen. Er fühlte, daß Anna ihn betrachtete.

„Guſtav hat die Sprache verloren,“ ſchwatzte Anna. „Wiſſen Sie auch, Madame, an was er wahrſcheinlich denken wird?“

Während Anna ſprach, warf Sophie mitunter einen Blick auf Emma, und wenn ſie auch mit den Andern ſcherzte, ſo konnte man doch leicht bemerken, daß ſie ihrer Freundin etwas zu ſagen hatte, obſchon ſie in Ge⸗ genwart der Andern nicht damit heraus wollte.

Anna ſah höchſt ſchalkhaft aus.

„Wenn ich es nicht weiß,“ meinte inzwiſchen Sophie mit demſelben ſcherzenden Ton,„ſo kann das gerade nicht ſehr zu verwundern ſein; dagegen glaube ich beinahe, daß Du, Anna, beſſer Auskunft ertheilen kannſt.“

„Ich glaube es faſt ſelbſt, das kann ich wohl ſagen; denn.. denn..