Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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Beſinnen Sie ſich wohl, ehe Sie unſern Wunſch abſchlagen. Ich will nicht von uns ſprechen, aber be⸗ denken Sie, daß jetzt auch Armfelt's Schickſal in Ihrer Hand liegt.

Wenn Sie wollen, ſo werde⸗ ich in Ihrem Na⸗ men mit dem Herzog ſprechen.

Wir müſſen Bedingungen vorſchreiben. Reuter⸗ holm muß abtreten, Armfelt zurückkehren und der junge König in den Conſeil eintreten. Ihre Zuſtimmung iſt eine Revolution. 4

Das Vaterland wird Sie auf den Armen tragen, der Herzog wird zu Ihren Füßen ſeufzen, Ihre Freunde werden jubelnd Sie umgeben. Ihr Leben wird ein fort⸗ beieder Triumph, Ihr Name eine Zierde unſrer Anna⸗ len ſein.

Fräulein Rudenſköld's Blicke flogen von Einem zum Andern, nachdem ſie geſprochen hatten. Ihr ganzes Leben hatte ſich in einem einzigen Augenblick eoncentrirt. Sie fühlte die Bedeutung deſſelben. Unruhig hob ſich ihr Buſen. Die Röthe war von ihren Wangen gewi⸗ chen und eine Thräne glänzte in den Wimpern.

Sie ſchweigen, Fraulein?

Wir begeben uns zum Herzog?

Sie willigen ein?

Niemals, meine Herren, niemals.

Sie war in dieſem Augeublick zu aufgeregt, um mehr ſagen zu können. Aber ſie beruhigte ſich bald wieder.

Meine Herren, begann ſie dann, es gibt noch etwas Anderes in der Welt als Berechnung und Eigen⸗ nutz.. Sie glauben mir nicht... aber betrachten Sie mich einmal. Ich bin ein ſchwaches Weib, aber ich fühle mich gleichwohl ſtark, und was iſt es, das mir dieſe Stärke gibt? Die Weltereigniſſe wechſeln beſtändig,

durch das Leben geht ein Sturm, Männer wanken, Throne ſtürzen ein; aber Eines wechſelt nicht, wankt nicht, ſtürzt nicht ein, und dieſes Eine iſt die Liebe im

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