Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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Sie waren entblößt und zwar etwas mehr, als Wiljams zu ſehen gewohnt war, und die überaus einnehmenden Formen blendeten ihn beinahe einen Augenblick.

— Sie haben Ihre Kniee vor mir gebeugt, mein Herr, fuhr ſie fort, Sie haben es doch gethan?

— Ach ja, Madame.

— Sie würden dieß vor Ihrem Admiral nicht ge⸗ than haben, wenn er es befohlen hätte?

— Er würde mir ſo etwas nicht befohlen haben. Das kann nur einer Dame einfallen.

— Mag ſein. Aber inzwiſchen glaube ich, daß Sie jetzt nicht mehr bloß eine gewöhnliche Generalordre in mir erblicken. Sie gehorchen mir um meiner ſelbſt wil⸗ len, nicht wahr?

— Ich gehorche. Befehlen Sie.

Es war Wiljams wunderlich zu Muthe. Er meinte unwohl zu ſein, und dennoch befand er ſich wohl. Die ſchelmiſche Neapolitanerin betrachtete ihn mit einem ſo fröhlichen und ſchalkhaften Blick, während ein roſenrothes Lächeln auf ihren Lippen ſpielte.

— Laſſen Sie uns den Brief des Admirals ſchließen, ſagte Sie inzwiſchen. Es bleiben uns noch einige Zeilen übrig.

4* Wiljams, las ſie weiter, iſt zuweilen melancho⸗ liſch... Er ſpricht immer von Ihnen mein Herr, und Sie müſſen zugeben, daß die Bemerkung im Munde eines ſolchen Sturmvogels fein iſt. Ich glaube, daß ſein Herz krank iſt, las ſie dann weiter, und ich hoffe ihn dem beſten Arzt zu übergeben, indem ich ihn Ihren Händen anvertraue.

Obſchon es Wiljams verdroß, erröthete er, während ſie las. Es war ihm unmöglich das zu verhindern.

— Sie ſind krank und befinden ſich in meiner ärzt⸗ lichen Pflege. Ihr Admiral hat ſie Ihnen wohlweis⸗ lich verordnet. Wenn Sie wollen, ſo ſetzen wir uns und ſprechen von der Sache. Ich will hören, wie weit Ihre Krankheit vorangeſchritten iſt. Ueberdieß, glauben Sie

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