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Fräulein Rudenſköld hhatte Reuterholm von den Perſonen, die jetzt hauptſächlich handelnd auftraten, entfernt.
— Nun, Herr Baron, ſagte ſie, wie verhielt es ſich mit der Bekanntmachung? der Herzog ſchien mir mißvergnügt zu ſein.
— Fanden Sie das wirklich?
— Ich muß geſtehen, Baron, daß Sie ein ge⸗ ſchickter Diplomat ſind. Um aufrichtig zu ſein, ich glaubte in der That, es ſei mir gelungen, ein kleines Ungewitter über Ihr Haupt herabzubeſchwören, und ich freute mich, weil ich Verſchiedenes an Ihnen zu rächen habe.
Sie drohte ihm mit dem Finger.
— Glauben Sie das?
Der feine Takt, der ungewöhnliche Scharfſinn und endlich das große dialektiſche Talent, womit ſie meinen ſo wohl berechneten Plan vernichteten, hat mich wirklich überraſcht. Sie ſind ein ungewöhnliches Talent, Herr Baron. Sie ſind unüberwindlich, Sie ſind ein zweiter Cäſar: Sie kommen, Sie ſehen und Sie ſiegen.
Reuterholm war ſchwach für Schmeicheleien. In dieſem Augenblick war es ihm, als würde ihm ein herrlicher duftender Wein im Zauberkelch der zwei aller⸗ ſchönſten Lippen geboten, und er merkte nicht, daß die Schmeichelei dießmal bloß ein Scherz war, darauf be⸗ rechnet, ſeine Aufmerkſamkeit von einer andern Seite und den Dingen, die ſich dort zutrugen, abzuwenden.
— Sie haben alle Oppoſition beſiegt, fuhr ſie fort, und.. ich bin beinahe geneigt, auf Ihre Seite über⸗ zutreten.
— Thun Sie das, mein Fräulein, und ich ver⸗ ſpreche Ihnen, Sie ſollen gut empfangen werden. Ihr Geiſt und Ihre Schönheit verdienen einen Platz in der unmittelbaren Nähe des Thrones. Ich verſpreche Ihnen denſelben.
— Sie auf der einen Seite, Herr Baron, und ich


