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ſinghaͤmmer, liefern Waaren von ganz vorzüͤglicher Guͤte; daher gewinnt Boͤhmen im Handel jaͤhrlich einige Millionen Gulden.— Maͤhren hat ebenfalls Neberfluß an Getreide, Huͤlſenfruͤchten, Flachs, Obſt und Fiſchen, ſtarken Weinbau in den ſuͤdlichen Ge⸗ genden, Reis, Safran, Suͤßholz, Gallaͤpfel, be⸗ traͤchtliche Waldungen, gute Schaaf⸗ Schweine⸗ und Gaͤnſezucht, hin und wieder Bienenzucht, Eiſenberg⸗ werke, Alaun, Marmor⸗ und Steinkohlenbruͤche, edle Steine, vornehmlich Topaſen, gute Tuchmanu⸗ fakturen, ſtarke Lein; und Wollenſpinnerey, Hutfa⸗ briken, Papiermuͤhlen u. dgl.— Oeſtreichiſch Schle⸗ ſten hat keinen zureichenden Getreidebau, doch viel Haber, auch Flachs und wichtige Waldungen; ſtarke Hornviehzucht; außer Eiſen wenig oder gar keine Mi⸗ neralien; und Manufakturen und Fabriken in Lein⸗ wand, Tuch, Eiſen, Spiegel⸗ Glas u. f.— Allen 3 Laͤndern mangelt es an Salz, welches aus Oeſt⸗
reich eingefuͤhrt wird.
—6) Einwohner. Boͤhmen hat nahe an 3 Mil⸗ lionen; Maͤhren 1,450,000, und Oeſtreichiſch⸗Schle⸗ ſien 280,000; folglich haben dieſe 3 Laͤnder zuſam⸗ men 4,730,000 Einwohner, groͤßtentheils ſlaviſcher Abkunft, doch mit Deutſchen, Polen und Juden un⸗ termiſcht. Der Hauptſtamm der Boͤhmen(die ſich ſelbſt Tſchechen nennen) hat ſeine eigene mit der pol⸗. niſchen verwandte Sprache, welche aber von der deut⸗ ſchen immer mehr verdraͤngt wird; viele Reſte ſlavi⸗


