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Abriß der Länder- und Staatenkunde, besonders von Deutschland : mit beständiger Hinsicht auf die neuesten Veränderungen und kurzen historischen Notizen / bearbeitet von Johann Heinrich Müller, Lehrer an der Realschule zu Hattinger, in der Grafschaft Mark
Entstehung
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der in Beſitz, und ſein Sohn gleiches Nainens folgte ihm in der Regierung, ſowohl von Polen als Sach⸗

ſen. Dieſer wurde in die 3 ſchleſiſchen Kriege ver⸗ wickelt, und noch jetzt ſind die Wunden nicht ganz geheilet, die der ſiebenjaͤhrige Krieg dem Lande ſchlug. Der jetzige Kurfuͤrſt, Friedrich Auguſt III. herrſch⸗ te, außer dem Antheile, welchen er an dem kurzen bayriſchen Erbſolgkriege, und dem letztern Reichskriege gegen Frankreich nahm, friedlich, und was bey der Menge von Landesſchulden vorzuͤglich nothwendig war mit weiſer Sparſamkeit.

b. Von Brandenburg. Die Mark Branden⸗ burg wurde um die Zeit der Geburt Chriſti von ſue⸗ viſchen Voͤlkerſchaften, dem Semnonen und Longo⸗ barden, alsdann von den Markomannen bewohnt. Im ſechſten Jahrhundert bemaͤchtigten ſich ihrer die Slaven oder Wenden aus Sarmatien, welche Karl der Große, und als ſie ſich nachher wieder frey ge⸗ macht hatten, Heinrich I. uͤberwand. Otto der Große zwang einen Thell der Wenden zur Annahme des chriſtlichen Glaubens, und machte den Theodorich zum erſten eigentlichen Markgrafen in der noͤrdlichen Mark; die uͤbrigen Wenden aber behielten ihre Koͤ⸗ nige, unter welchen Pribislaw(in der Taufe Hein⸗ rich genannt) zu Brandenburg der letzte war. Die⸗ ſer vermachte ſein Land an Albrecht den Baͤren, aus dem aſkaniſchen Hauſe; welches Haus die Mark gegen 200 Jahre beſaß, bis ſie nach dem Tode des