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Abriß der Länder- und Staatenkunde, besonders von Deutschland : mit beständiger Hinsicht auf die neuesten Veränderungen und kurzen historischen Notizen / bearbeitet von Johann Heinrich Müller, Lehrer an der Realschule zu Hattinger, in der Grafschaft Mark
Entstehung
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Boden, auch hin und wieder ſumpfige Niederungen und Bruͤcher, die aber nach und nach trocken gelegt und urbar gemacht werden. Von. Hildesheim, Wol⸗ fenbuͤttel und Kalenberg ſind die ſuͤdlichen, vom letz⸗ tern auch die noͤrdlichen Theile etwas bergig(der Deiſter und Suͤnter), doch mit breiten Thaͤlern und Ebenen durchſchnitten; in allen uͤbrigen noͤrdli⸗ chen Kreislaͤndern iſt der Boden, bis auf einige un⸗ betraͤchtliche Erhoͤhungen, flach; und kahle unuͤberſeh⸗

bare Haiden, z. B. die große Luͤneburger Haide, wechſeln mit Torfmooren(wie der ſogenannte Duͤ⸗ velsmoor im Herzogthum Bremen), Suͤmpfen, Bruͤchern(deren Groͤße indeß immer mehr eingeſchraͤnkt wird), Geeſt⸗ und fruchtbaren, beſonders an den Fluͤſſen gelegenen Marſchlaͤndern ab. In den Ge⸗ birgsgegenden iſt das Klima ziemlich rauh, in den ſuͤdoͤſtlichen und mittlern gemaͤßigter; in den noͤrdli⸗ chen iſt die Luft etwas feucht und dick, und insbe⸗ ſondere Holſtein wegen ſeiner Lage zwiſchen 2 Mee⸗ ren haͤufigen und ſchnellen Veränderungen der Witte⸗ rung nebſt heftigen Stuͤrmen ausgeſetzt.

5) Haupt⸗Produkte. Die beſten Getreide⸗ laͤnder dieſes Kreiſes ſind die Provinzen an der Oſt⸗ und Nordſee, in welchen der Ackerbau durchgehends mit muſterhaftem Fleiße getrieben wird; vornehmlich in Meklenburg, wo man ſich dabey des Hakens ſtatt des Pfluges bedient. Aber auch der noͤrdliche Theil der Fuͤrſtenthuͤmer Wolfenbuͤttel und Hildesheim, nebſt Magdeburg und Halberſtadt, haben eintraͤglichen, Ka⸗