281
genden bey den niedern Staͤnden wahr; aber auch hier ſind ſie ſeit einigen Jahrzehenden ſehr verfeinert worden, beſonders da, wo man durch Verbeſſerung der Schulanſtalten gemeinnüuͤtzige Geiſtesbitdung zu befoͤrdern ſuchte; in welcher Hinſi cht das Muͤnſteri⸗ ſche, Bergiſche, Maͤrkiſche, Lippe⸗Buckeburgiſche u und Mindenſche bisher viel geleiſtet haben.
7) Religion. In den ehemaligen geiſtlichen Stiftern bekennen ſich faſt alle Einwohner zur katho⸗ liſchen Religion; doch giebt es im Osnabtückiſchen auch ſehr viele Lutheraner. Die lutheriſche Kirche herrſcht in Oſtfriesland(wo indeß ein betraͤchtlicher Cheil der Einwohner reformirt iſt), Oldenburg, Hoya, Diepholz, Schauenburg, Minden, Ravensberg, Pyrs mont, groͤßtentheils in der Grafſchaft Mark u. f. die reformirte im Naſſauiſchen, Wied, Lippe, Bentheim, Tecklenburg, Lingen, hin und wieder im Cleviſchen, Maͤrkiſchen u. ſ. w. Das Herzogthum Berg iſt ver⸗ miſchter Religion, doch ſo, daß die Katholiken den 3 groͤßten Haufen ausmachen, welches auch wahrſchein: lich im Cleviſchen der Fall ſeyn wird. An verſchie⸗ denen Orten duldet man Meinaniten maͤhriſche Bruͤ⸗ der und Juden.
8) Regierung. Kreisditektor iſt der Köͤnig von Preußen als Fuͤrſt von Maͤnſter und Herzog von Cleve; mitausſchreibender Fuͤrſt iſt der Kurfuͤrſt von Bayern. Außer ihnen haben in dieſem Kreiſe der Koͤnig von England als Kurfuͤrſt von Han⸗ nover, der Kurfuͤrſt von Heſſen⸗ Baſſel, der Fuͤrſt


