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rauher, ſteiniger und unfruchtbarer, als Nieder⸗ Schwaben, welches zu den reizendſten, waͤrmſten und geſegneteſten Landſtrichen Deutſchlands gehoͤrt.
5) Haupt⸗Produkte. Die vorzuͤglichſten Nah⸗
rungsquellen der Bewohner dieſes Kreiſes, vornehms
lich der wuͤrtembergiſchen und badenſchen Laͤnder ſind: Getreide Flachs⸗ Hanf⸗ und Weinbau(Neckar⸗ Zocher, und Markgraͤfler⸗Weine), Obſt⸗ und Wieſenwachs, Wildpret, eintraͤgliche Viehzucht,(im Wuͤrtembergiſchen allein giebt es uͤber 300, o00 Stuͤck Hornvieh, 40,000 Pferde und eine halbe Milllon Schaafe) Baͤder, Geſundbrunnen; vortreffliche, wohl⸗ benutzte Forſten, Steinbruͤche, hin und wieder auch Eiſen⸗ Kupfer⸗ und Silberbergwerke, und im Ba⸗ denſchen(wo auch Tabak, Wald und Krapp gezogen wird) einige Goldwaͤſchereyen. Einen beſondern Nah⸗ rungszweig machen im Wuͤrtembergiſchen, hauptſaͤch⸗ lich aber im Ulmer Gebiete, die Schnecken, deren jaͤhrlich einige Millionen fett gemacht, und ausgefuͤhrt werden. Der ziemlich allgemeine Mangel an Salz wird groͤßtentheils aus Bayern erſetzt, welches dages
gen vielen Wein aus Schwaben bezieht.— Der Kunſtſleiß iſt verhaͤltnißmaͤßig in ganz Schwaben ge⸗ ringe; am ſtaͤrkſten wird indeß die Leinweberey ge⸗
trieben, welche eine Menge Waaren fuͤr das Ausland
liefert; und Wuͤrtemberg iſt ein Hauptſitz derſelben. Sonſt finden ſich noch einige Tuch⸗ und Baumwol⸗ lenmanufakturen, mehrere Eiſen⸗ Schmelzs und Huͤt⸗


