von Wittelebach erlangte das erſtere, deſſen Sohn Ludwig zugleſch die Pfalz am Rhein, erhielt. Beyde Laͤnder blieben jedoch nicht lange vereinigt; denn im dreyzehnten Jahrhundert vertheilte ſie Her⸗ zog Ludwig der Strenge ſo, daß ſein aͤlterer Sohn, Rudolph, die Pfalz nebſt der Kurwuͤrde, und der juͤngere, Cudwig, welcher hernach Kaiſer wurde, Bayern zu ſeinem Antheile bekam. Im 3ojaͤhe rigen Kriege brachte indeß auch die bayriſche Linie die Kurwuͤrde(nebſt der Oberpfalz) an ſich. Als der letzte Kurfuͤrſt von Bayern Maximilian Joſeph 1777 ohne maͤnnliche Erben ſtarb, fielen ſeine Laͤnder wies der an den damaligen Kurfuͤrſten von der Pſalz⸗ Karl Theodor, zuruͤck; ein kleines Stuͤck ausge⸗ nommen, welches dem Hauſe Oeſtreich, nach einem kurzen Kriege, durch den Teſchner Frieden zu Theil wurde. Seit dem Jahre 1799 regiert Maximilian Joſeph, aus der Zweybruͤckiſchen Nebenlinie des pfaͤlziſchen Hauſes, die ſaͤmmtlichen bayriſchen Staa⸗ ten, welche außer den vorhin beſchriebenen Laͤndern noch aus vielen andern Beſitzungen im ſchwaͤbiſchen⸗ fraͤnkiſchen und weſtphäͤliſchen Kreiſe beſtehen, die er zum Theii erſt im Jahr 1802 u. f. als Entſchaͤdigungen fuͤr den Verluſt der Rhein⸗Pfalz, der Herzogthuͤmer, Zweybruͤcken, Juͤlich u. ſ. w. erhalten hat.(In ſei⸗ nem gegenwaͤrtigen Umfange faßt der ganze bayriſche
Staat nahe an 1200 Quadratmeilen und 2,400,000
Einwohner in ſich.)
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