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Abriß der Länder- und Staatenkunde, besonders von Deutschland : mit beständiger Hinsicht auf die neuesten Veränderungen und kurzen historischen Notizen / bearbeitet von Johann Heinrich Müller, Lehrer an der Realschule zu Hattinger, in der Grafschaft Mark
Entstehung
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ber und Kupfer. Die Queckſilberbergwerke bey Idria in Krain, wie auch in Tyrol, und die Alaunbruͤche eben⸗ daſelbſt und bei Krems in Oeſtreich ſind ungemein ber traͤchtlich. Salz findet ſich, außer Krain, allenthalben reichlich, beſonders in Tyrol und im Salzburgiſchen. Manufakturen und Fabriken, vorzuͤglich die in Eiſen und Stahl, ſind zahlreich und zum Theil ſehr erheb⸗ lich; der auswaͤrtige Handel dagegen iſt zwar lebhaft, aber doch lange ſo wichtig nicht, als er ſeyn koͤnnte, wenn mancherley Hinderniſſe und Erſchwerungen geho⸗ ben wuͤrden. 6) Einwohner. Man rechnet ihrer an 4,600,000

welche theils Deutſche, theils Slaven, theils Italiener ſind, und auch dreyerley Sprachen reden. Unter der liberalen Regierung Joſephs II. machten die Oeſtreicher in Wiſſenſchaften und Geiſteskultnr ſchnelle Fortſchritte; bey den der Aufklaͤrung entgegen wirkenden Maaßregeln der jetzigen Regierung aber ſcheint alles von der Art wies der ins Stecken zu gerathen. Die Tyroler ſind ein arbeitſames, tapferes und redliches Volk, nur wirft man ihnen blinden Aberglauben und Mangel an Ge⸗ wandheit des Geiſtes vor. Die Salzburger haben

wegen ihrer Abgeſchiedenheit von andern Laͤndern viel Eigenthuͤmliches in Sprache, Sitten und Lebensart; inſonderheit die Gebirgsbewohner, welchen das Lob der Nechtſchaffenheit und des Fleißes gebuͤhret. Die Stadt⸗ und Landſchulen im Salzburgiſchen zeichneten ſich bis jetzt unter denen im katholiſchen Deutſchlande durch eine gute Lehrart vortheilhaft aus. 3

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