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locken ließ, wo er ſelbſt mit dem groͤßten Theile ſeis
nes Heeres umkam; worauf die Roͤmer gezwungen
waren, ſich uͤber den Rhein zuruͤck zu ziehen, und alle gemachten Eroberungen diſſeit deſſelben zu verlaſ⸗ ſen. Nach dieſer Zeit fuhren ſie zwar fort, mit den verſchiedenen deutſchen Voͤlkerſchaften zu kriegen; weil aber dieſe allmaͤhlig in engere Verbindungen zuſam⸗ men getreten waren, konnten ſie nicht nur den Roͤ⸗ mern widerſtehen, ſondern mehrere derſelben, vorzuͤg⸗ lich die Gothen, Vandalen und Longobarden befoͤr⸗ derten ſogar den Umſturz des roͤmiſchen Reichs; denn bey der großen Voͤlkerwanderung im fuͤnften Jahr⸗
hundert war es ein deutſcher Feldherr, Odoaker, wels
cher Rom eroberte, das abendlaͤndiſche Kaiſerthum vernichtete, und ſich zum Koͤnige der Deutſchen in Italten ausrufen ließ.— In Deutſchland ſelbſt ent⸗ ſtanden waͤhrend und nach dieſer Zeit viele Reiche un⸗ ter den Sachſen, Franken, Frieſen, Sueven, Bayern
u. ſ. w. Aber auch die gegen Suͤden und Weſten
liegenden Laͤnder Europens wurden mit Deutſchen be⸗
ſetzt; ſo wie ſchon in noͤrdlichen und oͤſtlichen Gegen⸗ den Deutſche herrſchten. Urſpruͤnglich deutſche Reiche
waren bald nach der Voͤlkerwanderung: das Vanda⸗ liſche in Afrika, das Sueviſche und Weſtgothiſche in Spanien, das Burgundiſche und Fränkiſche in Gal⸗ lien(wovon das letzte bis an den Rhein und Mayn ging), das Angeſſaͤchſiſche in Britannien u. ſ. f. Alle dieſe Reiche, bis auf das angelſaͤchſiſche, wurden all⸗


