. 211 herzogthuͤmer, Herzogthuͤmer, Markgrafſchaften, Land⸗ grafſchaften, Fuͤrſtenthuͤmer, Graf⸗ und Herrſchaften; noch andere ſind Gattungen von Republiken, und heißen Reichsſtaͤdte; wozu noch die unmittelbare Reichs⸗ Ritterſchaft u. dgl. kommt. Die Regenten aller dies ſer Laͤnder beſitzen zwar in ihrem Gebiete die voͤllige Landeshoheit; aber dennoch haben ſie ſich des gemeis nen Beſtens und der Sicherheit wegen, unter einem gemeinſchaftlichen Oberhaupte, dem deutſchen Kaiſer, gegenwaͤrtig Franz II. aus dem Hauſe Oeſtreich, ver⸗ bunden. Dieſer iſt alſo zwar das Oberhaupt der ſaͤmmtlichen Reichsſtaͤnde; allein ſeine Regierungsge⸗ walt iſt in den wichtigſten Angelegenheiten, außer ſei⸗ nen weitlaͤuftigen Erblanden aͤußerſt beſchraͤnkt; theils durch die Reichs⸗Grundgeſetze— z. B. die goldene Bulle, den Land⸗ Religtons: und weſtphaͤliſchen Frie⸗ den, und die jedesmalige Wahl⸗Kapitulation— theils durch die Verſammlung der Reichsſtaͤnde auf dem Reichstage zu Regensburg, wo die Abgeordneten der Reichsfuͤrſten und Reichsſtaͤnde(in 3 Kollegien, das kurfuͤrſtliche, fuͤrſtliche von 131 Stimmen, und reichs⸗ ſtaͤdtiſche, vertheilt) zuſammen treten, uͤber die vor⸗ kommenden Gegenſtaͤnde ſich berathſchlagen, und Be⸗ ſchluͤſſe faſſen, denen aber erſt die Genehmigung des Kaiſers geſetzliche Kraft giebt. Außer dieſem Reichs⸗ tage ſind der Reichshofrath an des Kaiſers Hofla⸗ ger(gegenwaͤrtig zu Wien) und das Reichs Kam⸗ mergericht zu Wetzlar die vornehmſten Reichsge⸗
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