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Abriß der Länder- und Staatenkunde, besonders von Deutschland : mit beständiger Hinsicht auf die neuesten Veränderungen und kurzen historischen Notizen / bearbeitet von Johann Heinrich Müller, Lehrer an der Realschule zu Hattinger, in der Grafschaft Mark
Entstehung
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ſchen Stadt Haimburg in Ungarn eintritt, und end⸗ lich als der groͤßte Strom Europens ins ſchwarze Meer ausfließt. Der Rhein hat in Helvetien ſeis nen Urſprung, fließt durch den Bodenſee, macht als⸗ dann die Graͤnze zwiſchen Deutſchland und Frankreich, und theilt ſich in der bataviſchen Republik in mehrere Arme. Er nimmt bey Mannheim den Necker, bey Mainz den Main, bey Oberlahnſtein die Lahn, unweit Duisburg die Ruhr, und bey Weſel die Lippe auf. Bis Mainz fuͤhrt er den Namen des Ober⸗Rheins, und von ſeiner daſigen Vereinigung mit dem Main an, den Namen des Nieder Rheins. Der Main entſteht im Fraͤnkiſchen Kreiſe auf dem Fichtelberge, und geht mit mehrern kleinern Fluͤſſen, z. B. der Regnitz und Tauber bey Mainz in den Rhein. Die Elbe entſpringt an der ſchleſiſchen Graͤnze auf dem Rieſengebuͤrge, und faͤllt in die Nord: ſee, nachdem ſie in Boͤhmen durch die Moldau und Eger, im Oberſaͤchſiſchen Kreiſe durch die Mulde, Saale und Havel verſtaͤrkt worden war. Die We⸗ ſer erhaͤlt dieſen Namen erſt bey Muͤnden im nieder⸗ ſaͤchſiſchen Kreiſe, wo die zwey ſchiffbaren Fluͤſſe Fulda und Werre zuſammenfließen. Sie nimmt waͤhrend ihres fernern Laufes in die Nordſee bey Verden die Aller, und im Herzogthum Bremen die Wuͤmme auf. Die Oder oder Ader hat ihre Quelle in eini⸗ ger Entfernung von den karpathiſchen Gebirgen, fließt durch Schleſien, wo ſie ſich durch die Bober und