53 4) Natuͤrliche Beſchaffenheit. Der Boden in Schottland und den noͤrdlichen und weſtlichen Ge⸗ genden von England iſt ſehr gebirgig, der uͤbrige groͤßte Theil von England aber eben und fruchtbar; wird auch mit dem groͤßten Eifer und Erfolge bear⸗ beitet. Irrland iſt dagegen voll von Moraͤſten und Suͤmpfen, und der Ackerbau wird darin ſehr laͤßig betrieben. Die Luft in England iſt feucht und dicke, aber doch gemaͤßigt, indem der Winter nur in bald zerfließendem Schnee, Nebel und Regen beſteht. In Schottland iſt die Luft kaͤlter, aber auch reiner⸗ und Irrland hat wieder feuchte und dicke Luft.
5) Haupt⸗ Produkte. England hat in gu⸗ ten Jahren Ueberfluß an Getreidearten(ausgenom⸗ men an Roggen, welcher ſparſam gebaut wird) weil der Ackerbau außerordentlich beguͤnſtigt, und durch nuͤtzliche Erfindungen oͤfters neu belebt wird. Es hat unerſchoͤpfliche Steinkohlen⸗ Gruben, die den Mangel des Holzes erſetzen. Die Viehzucht, vor⸗ nehmlich die Pferde: und Schaafzucht, iſt ſehr an⸗ ‚„ſehnlich, und die Vortreflichkeit der engliſchen Wolle, welche naͤchſt der ſpaniſchen die beſte iſt, traͤgt mit zu dem ausnehmenden Flore, der daſigen Manufaktu⸗ ren bey. Auch die engliſchen Fabrik⸗Waaren zeich⸗ nen ſich durch innern Werth und aͤußere Schoͤnheit aus(wiewohl man oͤfters in Deutſchland allzu par⸗ theyiſch fuͤr ſie eingenommen iſt). Englands Zinnberg⸗ werke ſind die aͤlteſten in Europa. An Bau⸗ und Brennholz, ſo wie an Gold, Silber und Wein man⸗


