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Abriß der Länder- und Staatenkunde, besonders von Deutschland : mit beständiger Hinsicht auf die neuesten Veränderungen und kurzen historischen Notizen / bearbeitet von Johann Heinrich Müller, Lehrer an der Realschule zu Hattinger, in der Grafschaft Mark
Entstehung
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VII. Spanien.

1) Graͤnzen. Gegen Nordoſt und Norden, Frank⸗ reich, wovon es durch das pyrenaͤiſche Gebirge ge⸗ trennt wird, und das biscajiſche Meer(ein Theil des atlantiſchen); gegen Weſten Portugall und das

atlantiſche Meer; und gegen Suͤden und Oſten das

mittellaͤndiſche Meer. 2) Groͤße. Es hat uͤber 9200 Quadratmeilen.

3) Fluͤſſe. In's atlantiſche Meer ergleßen ſich der Minho, Duero, Tejo, die Guadiana, und der Guadalquivir, und zwar die 4 erſten in Portugall. In's mittellaͤndiſche Meer faͤllt der Ebro.

% Matuͤrliche Beſchaffenheit. Spanien iſt groͤßtentheils gebirgigt,(die Pyrenaͤen, die kantabti⸗ ſchen Gebirge, die Sierra Morena, im Innern des

Landes die Atpujarras, wo die hoͤchſten Bergſpitzen

ſind.) Daher iſt der Boden ſehr verſchieden, vom

hoͤchſten Grade der Fruchtbarkeit bis zum aͤußerſten der Unfruchtbarkeit; er bedarf aber uͤberhaupt einer groͤßern Kultur. Die Luft an und auf den Bergen iſt kalt; dagegen herrſcht in den niedrigen Gegenden eine außerordentliche Hitze; und an den Kuͤſten iſt die Luft kuͤhl und feucht.

6.