Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Aber man machte keine Verſuche weiter vorzudringen, ſondern forderte ihn auf, mitzukommen, ein Anſinnen, gegen das er nicht proteſtiren zu dürfen glaubte.

Als er zu der kleinen Hütte hinauskam, fand er da mehrere junge Männer verſammelt, in welchen wir dieſelben wiederfinden, die den Park durchſtreift hatten, um auf Orlow's Aufforderung die Dame zu demaskiren, die ihre Neugierde in ſo hohem Grade gereizt. Als ſte Döring erblickten, konnten ſie ihre Neigung zum Scherzen und Lachen, was ſich junge Männer überhaupt nicht gerne verbieten laſſen, nicht zurückhalten und em⸗ pfingen ihn daher mit einem ſchallenden Gelächter, welches Döring natürlich im höchſten Grade verdroß und aufbrachte.

Wir haben bereits geſehen, daß Döring ein ſehr vorſichtiger Mann war; aber war er einmal in ein Abenteuer hinein gerathen, ſo pflegte er ſich nicht zurück⸗ zuziehen, bevor er das Ende geſehen hatte. Dreiſtigkeit und Muth waren ihm angeboren; Beſonnenheit und Bedachtſamkeit hatte er während ſeines ereignißreichen Lebens ſich erworben. Als ein Mann der That brachte er ſowohl die erſteren als die letzteren von dieſen Eigen⸗ ſchaften oft zur Geltung; aber wenn es ſich um ſeine Ehre handelte, ſo mußten die letzteren immer hinter den erſteren zurückſtehen.

Unerſchrocken trat er alſo auf die jungen Männer zu.

— Meine Herren, redete er ſie an, ich habe Ihnen anzuzeigen, daß ich ein Ausländer bin und deßhalb eine gewiſſe Ritterlichkeit von Ihrer Seite in Anſpruch nehme. Ich bitte Sie, geben Sie Ihre Scherze auf— ſie ſind gegen mich gerichtet, das ſehe ich.

Döring ſagte dieß ganz ruhig; die Angeredeten aber

kamen nicht zur Beſinnung, ſondern wurden nur noch zusgelaſſener. — Ich gehöre, begann jedoch Döring wieder, ohne luch nur einen Augenblick ſeine Kaltbluͤtigkeit zu ver⸗ ieren, ich gehöre einem Lande an, das zwar im Ver⸗ Der Fürſt. 1. 4