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heimiſche Gewächs fort; Wein wird aber blos in einzelnen Gärten gezogen, ge⸗ wöhnlich an Mauern, die zur Vermehrung der Sonnenhitze ſchwarz angeſtrichen ſind. Minder zuträglich iſt die berrſchende Witterung für den menſchlichen Körper, den ſie zwar kräftig, aber zu Schnupfen, Flüſſen und böſen Hälſen, zu Zahn⸗ und mancherlei andern Uebeln geneigt macht, weshalb auch die Engländer den Genuß hitziger und geiſtiger Getränke nicht gut entbehren können.
Die rege Lebendigkeit, der unermüdliche Fleiß und dadurch erlangte große Wohlſtand der Einwohner ſind Eigenſchaften, welche die Aufmerkſamkeit des Fremden, bei ſeinem erſten Eintritt, ſo wie bei ſeinem fernern Fortſchreiten im Lande, unabläſſig beſchäftigen. Wohin er ſich nur wendet, trifft er auf ſchön angelegte, in allen Richtungen ſich durchkreuzende Landſtraßen. Hier begegnen ihm zahlloſe wohlgekleidete Menſchen, die mit ſchnellen Schritten einhergehen, oder auf ſtattlichen Pferden, oder in prächtigen Kutſchen dahin eilen; dort er⸗ blickt er zahlreiche Städte und Dörfer, die oft viele Meilen weit ein zuſammen⸗ hängendes Ganzes auszumachen ſcheinen. Bald eröffnet ſich ihm die Ausſicht auf ein ſchönes Landhaus, mit anmuthigen Blumen⸗ und Obſtgärten; bald laden ihn reizende Luſtwäldchen in ihre kühlenden Schatten ein. Jedes Feld und jede Wieſe findet er mit grünen Hecken, oder Baumreihen, und mit Gräben eingefaßt. Das Getreide und Gemüſe, die Bäume und Sträucher mit ihren Früchten, und ſelbſt das Gras— alles zeigt ſich ihm kräftiger und vollkommener, als irgendwo; daher auch die zahlreichen Rinder, Schafe und die übrigen nutz⸗ baren Hausthiere ſich im beſten Zuſtande befinden. Immer mehr drängt ſich ihm die Ueberzeugung auf, daß der Landmann auf die Bearbeitung des durch Frucht⸗ barkeit ausgezeichneten Bodens einen muſterhaften Fleiß wendet, einen Fleiß, der den Kopf ſowohl als die Hände in Anſpruch nimmt, kurz, daß die Land⸗ wirthſchaft einen hohen Grad der Vollkommenheit erreicht hat. Aber warum, dürfte man fragen, kann denn England die Einfuhr fremden Getreides nicht entbehren? Dies liegt nicht allein in der ſtarken Bevölkerung, ſondern haupt⸗ ſächlich auch in dem Umſtande, daß viele bedeutende Gemeinheiten nicht urbar gemacht, ſondern nur als Weiden benutzt werden. Ueberdem beziehen die Colo⸗
nien, weil die dort lebenden Engländer der europäiſchen Koſt nicht entſagen,
und ſogar die urſprünglichen Einwohner ſich nach und nach daran gewöhnen, viele Lebensmittel aus dem Mutterlande; daher eine große Menge des einge⸗ führten Getreides, theils in Körnern, theils in Mehl, Graupen, Grütze und Nudeln, ſo wie in mancherlei Backwerk verwandelt, oder zu Porter und Brannt⸗ wein benutzt, wieder auswärts geht.
Manufacturen und Fabriken, ſo wie Anſtalten, um den Verkehr und das Hin⸗ und Herſchaffen der Waaren zu erleichtern, ſind in zahlloſer Menge durch
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