und der Kopf ſchwer und eingenommen. Bald kamen mir auch allerhand ſonderbare, geſpenſterartige Geſtal⸗ ten vor die Augen. Ich behielt indeß ſo viel Beſinn⸗ ung, mich zu uͤberzeugen, daß dieß alles in der zu ſchnellen, den Umlauf des Blutes hemmenden Abkuͤh⸗ lung, und hauptſaͤchlich auch in den eingeſogenen ſchaͤd⸗ lichen Duͤnſten ſeinen Grund habe. Ich bot daher alle meine Kraͤfte auf, die ſteile Anhoͤhe zu erklimmen. In der Mitte machte ich vor Muͤdigkeit einen kurzen Still⸗ ſtand, oͤffnete meine Reiſeflaſche, that einen tuͤchtigen Schluck Rum, und ſprang dann vollends hinauf. Hier bekam ich einen heftigen Schweiß und eine Uebel⸗ keit, die mit ſtarkem Erbrechen ſich endigte, worauf mir— wieder voͤllig wohl wurde.
Der Himmel hatte ſich ganz mit Gewoͤlk umzogen, wodurch die groͤßte Finſterniß entſtand. Ich mußte in der Huͤtte eines armen Negers, die mir ein ſchwa⸗ cher Lampenſchein anzeigte, uͤbernachten. Ihre durch⸗ ſichtigen Schilfrohrwaͤnde und das aus Palmblaͤttern beſtehende Dach ſchuͤtzten mich waͤhrend der Nacht, die ich auf einer Baſtmatte zubrachte, wenig vor dem ein⸗ getretenen regenhaften und ſtuͤrmiſchen Wetter. Dennoch befand ich mich am Morgen im beßten Wohlſein, und erblickte freudig das helle Blau des heitern Himmels und das friſche Gruͤn der erquickten Pflanzen.
Mein gutmuͤthiger Wirth fuͤhrte mich in ein be⸗
nachbartes reizendes Thal, zu einem dort anſaͤſſigen Deutſchen, welcher ſein Gluͤck in Weſtindien gemacht,


