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nur die Hitze des Koͤrpers niederſchlage, ſondern den⸗ ſelben auch in kuͤhlen Naͤchten und bei naſſer Witter⸗ ung in gleichfoͤrmiger Ausduͤnſtung erhalte; und ich habe mich auch zum Theil von der Wahrheit dieſer Behauptung uͤberzeugt. Trotz aller Gaſtfreiheit laſſen jedoch die Eingebornen dem Europaͤer einen gewiſſen Stolz merken, und fuͤhren im Geſpraͤche mit ihnen beſtaͤndig das Sprichwort im Munde,„daß in Jamaika Gold auf den Baͤumen wachſe.“
Da ich ſonach an mehren Orten aufgehalten wurde, ſo kam ich erſt am vierten Tage meiner Wanderung in Kingston an.— Man haͤlt dieſe Stadt fuͤr die reichſte und lebhafteſte in Weſtindien, ob ſie ſchon von einigen andern an Schoͤnheit uͤbertroffen wird. Die Straßen ſind zwar regelmaͤßig angelegt, aber auf den Bau und die Verzierung der Haͤuſer iſt nicht die Sorg⸗ falt gewendet, wie z. B. in St. Pierre und Fort⸗Royal. Der Grund davon liegt darin, weil die engliſchen Kauf⸗ leute ſich nicht ſo einheimiſch, als die franzoͤfiſchen machen, und ihr Aufenthalt immer nur darauf berech⸗ net iſt, Vermoͤgen zu erwerben, um dann im Vater⸗ lande bequem leben zu koͤnnen. Der an einer Anhoͤhe etwas aufſteigende noͤrdliche Theil der Stadt iſt der anſehnlichſte. Der am Hafen gelegene ſuͤdliche hat das Eigene, daß die Gebaͤude vorn auf Saͤulen ruhen, was ſehr angenehme kuͤhle Spaziergaͤnge gewaͤhrt. Der ſichere und geraͤumige Hafen iſt ſtets voll Schiffe, und uͤberdieß der Standpunkt einer Escadre.— Die


