Suͤdwind in den Felſen von Inninmoore. Das Seegel war zerriſſen, der Maſt ſchwankte, das Waſſer drang durch die breiten Spalten. Der zitternde Steuermann ſtarrte auf das Ruder, das er den Wogen uͤberlaſſen mußte.
Jetzt wandte ſich ein Krieger zu ihm, deſſen ſtrengen, ruhigen Blick weder Furcht noch Ermuͤdung uͤberwaͤltigen konnte.„Mein Bruder(ſprach er) hoffeſt du bis Anbruch des Tages der Wuth der Wellen widerſtehn zu koͤnnen? Fuͤhlſt du nicht, daß der Nachen unter unſern Fuͤßen zittert. Seine Seiten ſeufzen unter jedem Stoß der Wellen, und doch— was bleibt uns anders zu thun? Du ſiehſt die ungluͤckliche Iſabelle halb tod vor Furcht und Schreck. Das Meer, die Felſen, der mit dichtem Gewoͤlk bedeckte Himmel, Alles deutet auf Verzweiflung und Tod. Iſabelle allein beunruhigt mich; denn mich koͤnnen die Gefahren, die mich auf Land und Meer verfolgen, nicht mehr er⸗ ſchuͤttern. Ueberall werde ich dir folgen, muͤßten wir dem Orkan Trotz bieten, uns zu dieſem ſeindlichen Thurme wenden, oder


