11
mit, Hayd. Wir inſpiciren unter Deckung, verſteht Ihr mich?“
Hayd bejahte.
„Wählt die Zuverläſſigſten aus; macht Euch gleich daran!“ 3
„Aber zwei Schwadronen von meinen Leuten haben⸗
heut die Wachen gegeben?“ wandte Hayd ein.
„Laßt ſie augenblicklich ablöſen. Um ſieben Uhr ſeid zum Rapport hier.“
Hayd ging.
„Nun, ſteh mir nur nicht ſo niedergeſchlagen da, mein Jung“, ſagte Mansfeld zu Xaver, da Beide allein waren, und klopfte ihm zutraulich auf die Schulter.—„Ich kann mir's denken, daß du ungern aus Böhmen gehſt. Du bleibſt ja aber nahe genug, und wir verlaſſen auch darum Eure Sache nicht. Im Gegentheil, wir nehmen ſie erſt recht auf. Nur von draußen her kannſt du dir die Heimat wieder erobern— oder im ſchlimmſten Falle eroberſt du dir draußen eine neue!“
„Hier freilich iſt Alles verloren!“ erwiderte Xaver tonlos.
„Noch nicht! Faſſe nur Muth! Ich will dich an ein Zahlbrett führen, wo wir noch einmal würfeln können um Böhmen und um König Friedrich's Krone, mit dem alten Iſegrimm Tilly! Ich habe ſchon meine Leute im Auge, die uns zum Einſatz auf das hohe Spiel etwas borgen!— Nun, gehab dich wohl! Morgen früh um ſechs Uhr ſehen wir uns wieder, im Sattel!“
Mit dieſen Worten ging er.
„Noch Eins!“ wandte er ſich unvermuthet wieder um. „Willſt du nach Prag ſchreiben an dein prächtiges Weib? Grüße ſie von mir, auch deinen Vater. Und mir gib


