Teil eines Werkes 
2. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Ich ertheile gar keinen Rath, antwortete der Graf kalt und trocken.Ich habe genug Rath ertheilt, da es noch Zeit war, aber vergeblich! Jetzt rathet euch ſelbſt! Ich habe meine Pflicht gethan! Ich habe euch Bericht erſtattet wie die Dinge ſtehen. Um nur Das zu können, mußte ich mich als ein gemeiner Reiter mit der Klinge durchhauen hierher, und komme ohne Hut oder Helm, wie ihr ſeht, aber nicht ohne Kopf hier an! Der ſteht noch auf dem rechten Fleck! Er erhob ſtolz die Rechte und deutete mit dem Zeigefinger auf die Stirn.

Aber mein Corps iſt zerſprengt; ein Feldherr ohne Armee iſt ein Steuer ohne Schiff! Ein paar Hundert Mann von den Meinigen werden ſich wol zu Pilſen wieder zuſammenfinden. Das iſt ein Löffel um einen Teich aus⸗ zueſſen! Gebt mir eine Armee und ſchickt mir Ordres! Dann will ich handeln! Mit Rathgeben laßt mich un⸗ geſchoren! Somit Gott befohlen!

Mit dieſen erbitterten Worten ſchritt er der Thür zu. Olbramowitz, Wenzel von Raupowa, Jeſſenius, Budowa und viele Andere eilten ihm nach, um ihn zurückzuhalten.

Bringt ihn zurück, Freunde, ſprach Caplicz mit dem Tone dringender Bitte.Nur jetzt keinen Zwieſpalt unter uns im Augenblick der Gefahr!

Laßt ihn! rief Berka von Duba,wir werden auch ohne ihn fertig werden. Sollen wir uns von ſeinem trotzigen Uebermuth mishandeln laſſen?

O ſeid nicht ungerecht, begütigte Caplicz,er iſt rauh, aber wir ſind im Unrecht und ſchulden ihm Dank. Er hat für uns gefochten und geblutet; ſeine Wunden ſind noch friſch! Ehren wir ihn und ſuchen ihn wiederzuge⸗ winnen! Ich ſelbſt will ihm das Wort des Friedens ſagen!