114
oder verläugne— ich verachte das;— aber indem ich ihm ſo viele Gefälligkeiten thue, als er von mir zu wuͤnſchen beliebt. So kam ich hieher mit einer Bothſchaft von ihm, an den alten rundköpfigen Sohn einer—(ich bitte die junge Dame um Verzeihung von der Spitze ihres Hauptes bis auf den Abſatz ihrer Schuhe). Und wie ich nun ſo im Dunkeln meines Weges da⸗ her ſchleiche, da hörte ich Sie einen Doaſt ausbrin⸗ gen, der mir das Herz erwäͤrmte, und es erwärmen wird, bis es der Tod erkaltet;— Das gab mir die Kpabeit Si wiſſen zu laſſen, daß ein ehrlicher Mann es höre.
Dieſes war die Selbſteinführung des † Herrn Wildrake; der Ritter bot ihm dagegen einen Stuhl und ein Glas Sect auf Sr. Majeſtät glorreiche Wie⸗ dereinſetzung an. Auf dieſen Wink drängte ſich Wildrake ohne weitere Ceremonie neben den jungen Schottländer, und that ſeinem Wirthe nicht allein auf den Toaſt Beſcheid, ſondern unterſtützte ihn noch, indem er freiwillig einige Verſe ſeines Lieblings⸗ liedes„der König kömmt wieder in ſein Reich ꝛc.“ hinzufügte. Die Herzlichkeit mit welcher er den Ge⸗ ſang anſtimmte erweiterte dem alten Ritter das Herz, obgleich Albert und Alexis ſich mit Blicken anſahen, welche bezeugten wie läſtig ihnen der Aufdringliche ſey. Der ehrenwerthe Mr. Kerneguy beſaß entwe⸗ der jene glückliche Gleichgültigkeit des Gemüthes, welche einen ſolchen Gegenſtand der Beachtung nicht würdig hält, oder er war im Stande ſie vollkom⸗ men nachzuahmen; denn er ſaß ganz kalt da, ſchlürfte ſeinen Sect oder krachte Wallnüſſe auf, ohne daß man es ihm äußerlich anmerkte, daß er die Vergrö⸗ Perung der Geſellſchaft gewahre. Wildrake, welcher Wein und gute Geſellſchaft liebte, ſchien nicht abge⸗ neigt, ſeinem Wirthe zu willffahren, indem er die Koſten der Unterredung(les frais de la conversa- tion) trug.
„Sie ſprechen vom Fechten und Leiden, Sir


