Teil eines Werkes 
12. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 3. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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Freund!“ antwortete der Ritter, als ſein alter Geiſt wieder in ihm rege zu werden begann.—„Erinnerſt Du Dich nicht mehr, daß ich auf dem Schlachtfelde zu Edgehill die ganze Nacht lag, wie ein Ochſe von fünf Wunden zugleich blutete und meine Rüſtung ſechs Wochen lang trug? Und Du ſchwatzeſt von einigen Tropfen Blutes, die einem Ritze folgen, welchen die Krallen einer Katze hätten machen können!“

„Nun, wenn Sie ſich ſo muthig fühlen,“ fagte der Doktor,„ſo will ich Ihren Sohn holen, er iſt nicht fern.“

In dem er das ſagte, verließ er das Zimmer, und machte der Alexis ein Zeichen, da zu bleiben, im Fall das Unwohlſeyn ihres Vaters ſich erneuern ſollte.

Doch konnte ſich Sir Henry glücklicherweiſe den Verlauf der Sache nicht mehr recht ins Gedächtniß zurückrufen; denn ſie hatte ihn wie ein Donnerſchlag zu Boden geworfen, und ſeine Geiſteskräfte für einen Angenblick gelahmt. Er wiederholte öfters, daß er mit ſeinem Ausfall, wie er es nannte, gewiß ein Un⸗ heil angerichtet haben müſſe, aber er erinnerte ſich nicht mehr, daß es ſein Sohn war, welcher dieſer Gefahr entging.

Froh darüber, daß ihr Vater einen ſo ſchrecklichen

Umſtand vergeſſen zu haben ſchien,(ſo wie man oft

den Stoß oder die plötzliche Urſache vergißt, welche eine Ohnmacht herbeiführt,) entſchuldigte ſich Aleris leicht mit der allgemeinen Verwirrung, den Verlauf der Sache nicht gehörig darſtellen zu koͤnnen. Einige Au⸗ genblicke darauf hörte alles weitere Nachforſchen auf; denn der Doktor trat ein, und Albert folgte ihm auf

dem Fuße, der ſich abwechſelnd bald in die Arme ſei⸗

nes Vaters und bald in die ſeiner Schweſter warf.

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