Teil eines Werkes 
12. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 3. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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24 fuͤhl der Geringſchaͤtzung nach ſich zieht, wenn man we⸗ niger geſehn oder gelitten hat, als andere.

Die gemaͤßigſten Erzaͤhler ſprachen nur von Toͤnen, gleich dem Miauen einer Katze, oder dem Bellen ei⸗ nes Hundes, auch war es ihnen vorgekommen, als hoͤrten ſie Naͤgel einſchlagen und ſaͤgen, Kettengeklirr, Rauſchen von ſeidenen Kleidern und Muſik, kurz, ver⸗ ſchiedene unzuſammenhaͤngende Toͤne. Andere ſchwuren, daß ſie Bitumen oder Schwefel gerochen haͤtten, was die Naͤhe des Satans anzeige. Wieder andere wollten gerade

nicht darauf ſchwoͤren, aber ſie verſicherten, bewaffnete

Maͤnner, Pferde ohne Koͤpfe, gehoͤrnte Eſel und Kuͤhe mit ſechs Fuͤßen geſehen zu haben, die ſchwarzen Ge⸗ ſtalten gar nicht zu erwaͤhnen, deren Pferdefuͤße ge⸗ nuüglich anzeigten, zu welchem Reiche ſie gehoͤrten.

Aber der paniſche Schrecken, welcher ſich der Schild⸗ wachen bemaͤchtigte, war ſo allgemein, daß man kei⸗ nem der am meiſten bedrohten Punkte zu Huͤlfe kam, da die Wache auf ihrem Poſten ſelbſt zitterte; ſo daß ein gewandter Feind die ganze Garniſon leicht haͤtte uͤber die Klinge ſpringen laſſen koͤnnen. Doch ſchien die ganze Sache nicht auf Gewaltthaͤtigkeit abgeſehn zu

ſeyn; denn die Geſpenſter hatten mehr geneckt als geſchadet, einen armen Soldaten ausgenommen, der dem Harriſon bereits waͤhrend der Haͤlfte ſeiner mi⸗ litaͤriſchen Laufbahn diente, und waͤhrend der Nacht in dem Gange Schildwache ſtand, wohin ihn Everard beordert hatte. Er faͤllte ſeinen Carabiner, als er hoͤr⸗