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„Aber warum kamſt Du denn nicht gleich?— Nie war mir Huͤlfe noͤthiger.“ 1
„Ich kam ſo ſchnell wie moͤglich,“ antwortete Wildrake;„aber es verſtrich erſt einige Zeit, ehe ich mich faſſen konnte, denn ich traͤumte von dem ver⸗ fluchten Schlachtfelde zu Naſeby;— uͤbrigens war auch meine Thuͤre verſchloſſen, und ich konnte ſie nur erſt dann oͤffnen, als mein Fuß die Schloſſerarbeit vernichtete.“
„Was, ſie war ja offen als ich zu Bette ging,“ ſagte Everard.
„Aber als ich aufſtand war ſie verſchloſſen,“ er⸗ wlederte Wildrake,„ich wundere mich, daß Du mich nicht hoͤrteſt als ich ſie ſprengte.“
„Mein Geiſt war bei einer andern Sache beſchaͤf⸗ tigt,“ ſagte Everard.
„Auch recht,“ verſetzte Wildrake,„aber was gab's deun? Da bin ich ſchlagfertig, wenn mir's mein Schwindel erlaubt, zu kaͤmpfen. Das ſtaͤrkſte Bier, das ich je trank, gleicht dem von geſtern Abend wie ein Gerſtenkorn einem Scheffel Getreide. Es war ein wahrer Malzſpiritus— ha— yah.“ 3
„Auch ein Schlaftrunk, wie es ſcheint,“ ſagte Eperard.
„Wahrſcheinlich— ſehr wahrſcheinlich— nur ein Piſtolenſchuß konnte mich wecken, da ich doch ſonſt bei einem Schluck ſo leiſe ſchlafe, wie ein Maͤdchen, das am erſten Mai mit Sonnenaufgang aufſtehn will,


