aufgegangen, Gefangenwaͤrter? Du elender Schurke, haͤtteſt Du nur einen Funken Menſchlichkeit in Dir, Du wuͤrdeſt Deine Nachrichten mit einem Glas Sekt⸗ verſuͤßen.— Haͤngen iſt doch ein trauriges Handwerk, meine Herrn, und Kummer trocknet die Kehle aus.
„Wach auf, Wildrake! Wach auf Du Boͤſes pro⸗ phezeihender Traͤumer,“ ſagte ſein Freund, indem er ihn am Kragen ſchuͤttelte.
„Bleib nur von mir,“ antwortete jener im Schla⸗ fe—„Ich kann die Leiter ſchon allein hinauf ſtei⸗ gen.“ Dann richtete er ſich auf, oͤffnete die Augen, blickte wild um ſich, und rief:„Alle Welt, Mark, biſt Du es? Ich glaubte, es waͤre ſchon ganz aus mit mir— die Ketten der Fuͤße wurden mir ſchon geloͤßt, ein Strick um den Hals gebunden, ſchon klirrte das Eiſen— kurz ich war auf dem beſten Wege zu einem Danze im Freien.“
„Hoͤre Wildrake, ſchließe einen Waffenſſillſtand mit Deiner Thorheit ab, denn der Deufel des Trunks, dem Du Dich, wie es ſcheint, verkauft haſt“—
„Fuͤr eine Ohm Wein,“ ſiel Wildrake ein;„ganz richtig, der Handel wurde im Wein⸗Keller abgeſchloſ⸗ ſen.“
„Wenn ich Dir etwas anvertraute,“ ſagte Mark⸗ ham,„ſo muͤßte ich eben ſo unſinnig ſeyn, wie Du. Du biſt, glaube ich, noch immer nicht wieder zur Be⸗ ſinnung gekommen.“
„Glaubſt Du allenfalls,“ antwortete er,„ich


