eingenommen.
— 332— Er ſchwang den Kolben ſeiner Büchſe hoch
empor und, ſo wie der erſte Reiter ihm ſchlagrecht war, führte mit aller Macht einen ſchmetternden Hieb gegen die Stirn des Pferdes, ſo daß daſſelbe unfehlbar ſich bäumend überſchlagen hätte, wenn es nicht im vollſten Lauf geweſen wäre, der ein plötzliches Aufhalten unmöglich machte. Es ſtürzte daher in die Knie, ſchleuderte jedoch, da es im Schuß blieb, Forbin zu Boden und den Reiter weit vorn hinüber auf das Steinpflaſter. Noch zwei Pferde ſtürzten darüber hin, die andern drängten ſich an der Seite hinweg.
Der Kampf wurde jetzt Mann gegen Mann geführt; zuerſt durch die mit Schießgewehren bewaffneten Bürger, welche die Kolben gegen die Reiter brauchten, während dieſe mit furchtbaren Säbelhieben manchen niederſchmetterten, und einige Augenblicke ſpäter durch die Maſſe der übrigen Kämpfenden, die ſich mit Säbeln und Piken der Cavalerie entgegengeworfen hatten. Nur der erſte Augenblick, wo Alles der Gewalt der anſtürmenden Maſſe unterlag, war mit bedeutendem Verluſt für die Bürger verknüpft geweſen. Sobald ſich die Reiter erſt vereinzelten, mußten ſie der Ue⸗ bermacht des Volkes weichen. Der Kampf hatte daher kaum einige Minuten gedauert, als die ganze Schwadron Kehrt machte und eben ſo ſchnell flüchtete, als ſie zuvor angriff. Indeſſen waren die Schützen nicht unthätig ge⸗ weſen, hatten wieder geladen und ſendeten den Zurück⸗ ſprengenden manche Kugel nach.
Forbin, der darauf gefaßt war, niedergerannt zu wer⸗ den, hatte die Beſinnung nicht verloren, ſondern kam Dem, was er fürchtete, zuvor, indem er ſich hart an der Brüſtung zu Boden warf, ſo daß die Pferde an ihm vorbeiſauſten und auch Säbelhiebe ihn nicht treffen konnten, da er den Reitern zur linken Hand lag. Kaum wurde das Feld wie⸗


