Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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Hand führen mußte. Victor bat ihn, lieber zu Fuß zu commandiren,] da er ſich auf dem Roß der Gefahr zu ſehr ausſetze, indem jeder Schütze auf ihn anlegen werde. Er erwiderte:„Ich weiß das und habe es genau überlegt. Allein ich muß zu Pferde ſitzen, um Alles zu überſehen, ſogleich ſelbſt uͤberall hineilen zu können. Jeder Befehlsha⸗ ber nach mir zu Pferde, wird ſo gut ſein wie ich zu Fuß.

„Deshalb darf ich die Gefahr nicht in Anſchlag bringen.“

Die Schweizer rückten an; dumpfe Trommelwirbel er⸗ ſchollen; Staub wirbelte hoch über den vordringenden Co⸗ lonnen. Clermont ließ ſie bis auf bequeme Schußweite herankommen. Dann commandirte er:„Feuer!“

Das Getöſe war furchtbar in den engen Gaſſen. Der Boden dröhnte, alle Fenſter bebten und klirrten. Die Rauchwolken, die kein Lüftchen verjagte, ſtanden blau und ſchwer über den Kämpfenden. Im gleichen Augenblick erwiderten die Schweizer das Feuer durch eine Generalſalve. Die Kugeln ſchwirrten meiſt über den Köpfen der Bürger hin. Doch war es einen Augenblick, als ob tauſend Schlangen in der Luft ziſchten und züngelten, ſo nahe und ſo zahllos ſchwirrten die Todespfeile.

Durch die Hauptbarricade der Straßen Foſſée, Mont⸗ martre und du Mail hatte Clermont einen Durchbruch ma⸗ chen laſſen. Gleich nach der erſten Salve gebot er dem einen Theil der Leute, ſich durch dieſe Oeffnung abzuzie⸗ hen, während er mit dem übrigen das Feuer noch mehr⸗ mals erwiderte. Da die königlichen Truppen durch zwei Straßen anrückten, die ſenkrecht auf einander ſtoßen, ſo ent⸗ ſtand auf dem Platze ſelbſt ein furchtbares Kreuzfeuer, das jedoch den Leuten Clermont's wenig Schaden that, da er Sorge getragen hatte, ſie außerhalb des gefährlichen Punkts aufzuſtellen.

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