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andern Gerüchten zufolge ſollte der General Barclay de Tolly mit dem Marſchal Davouſt bei Grodno zuſammengetroffen ſein und nach einer blutigen Schlacht den Rückzug angetre⸗ ten haben. Die größte Beſtürzung hatte ſich daher der Ein⸗ wohner bemächtigt, denn, der Entfernungen unkundig, glaub⸗ ten ſie das Verderben ſchon ganz nahe. Die Landleute ver⸗ ſammelten ſich vor den Thoren des Schloſſes und verlangten Nath und Auskunft; der Verwalter hatte Mühe, ſie zu be⸗ ruhigen; es gelang ihm nur dadurch, daß er ihnen vorſtellte, die Ankunft des Herrn habe gewiß keinen andern Zweck, als den, unter dieſen gefährlichen Umſtänden für die Seinigen zu ſorgen. Indeſſen herrſchte doch ein banger Schrecken unter den Gemüthern, und der hochbetagte Geiſtliche des Dorfes, Gregorius, mußte die ganze Würde ſeines Amtes aufbie⸗ ten, um die Muthloſen aufzurichten.„Fürchtet Euch nicht, meine Freunde,“ ſprach dieſer würdige Prieſter und trat mitten unter ſie;„das Volk Ruriks ſteht unter dem Schutze des himmliſchen Vaters, der Mutter Maria und aller Hei⸗ ligen. Waͤhnet Ihr, würden uns verlaſſen? Wähnet Ihr, ſie würden die heiligen Altäre einem ruchloſen Feinde preis⸗ geben? Nimmermehr, ſage ich Euch, werden dieſe Fremden den alten Stamm der Ruſſen unterjochen! Der heilige Jwan, deſſen goldenes Kreuz zu Moskau auf der Kuppel der Ka⸗ thedrale leuchtet, iſt mächtiger als alle die Tauſende, welche der fremde Eroberer heranführt. Ich ſage Euch, der Stern des Verderbens iſt es, dem ſie folgen; er flammt blutig vor
ihnen her und lockt ſie zum ſichern Untergange! Wie die Scharen Pharaonis in den Wellen des Meeres umkamen,
ſo werden dieſe Frevler verſchmachten in unſern tauſendjäh⸗
rigen heiligen Wäldern, an die noch keine Art gerührt hat.
Der heulende Wolf wird an ihren Gebeinen nagen, der krächzende Rabe ſich an ihren Leichnamen ſättigen; denn mit
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