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„Freilich, da mag er ſchön angekommen ſein,“ warf Editha ſcherzend ein.„Dein Vater hat ja einen Schwur geleiſtet, nicht auf den Wall zu gehen, wo man fürchten müßte, den drunter wohnenden Leuten in die Suppen⸗ ſchüſſel zu fallen.“—
„Und bei den neuen Häuſern in der Regierungsſtraße haben die Leute uns die Sonne vor der Naſe weggebaut.“
„Ach ja!“ Das Mädchen lachte herzhaft.„Alſo zwiſchen Johannes und dem Vetter Vogler iſt Krieg. Aber wie wird es werden, wenn er freiet?“
Sara zuckte die Achſeln.„Wenn Krieg iſt, giebt's Kampf— einer muß nachgeben oder unterliegen. Unſer Verhältniß iſt aber keinesweges ſo feſt, wie Du denkſt.“
Editha ließ ſich jedoch nicht bedeuten. Sie ſprach beſtändig von dem Verlobten und Geliebten ihrer Freundin und brannte vor Begierde, den Mann kennen zu lernen, der nach ihrer Meinung ſehr„rückwärts“ ging, was die Mode mit ihren Capricen und Eleganzen betraf.
Ihre Unerfahrenheit verhinderte ſie, eine Entſchuldi⸗ gung dafür in dem phantaſtiſchen Auffluge eines nach Licht ſtrebenden Geiſtes zu finden und wenn auch gerade ihr ganzes Weſen mit der Fähigkeit, ſolche Männer zu begreifen, ausgerüſtet war, ſo fehlte ihr doch bis dahin die Gelegenheit, außergewöhnliches Wiſſen und außer⸗ gewöhnliches Streben zu prüfen. Für jetzt begnügte ſie
1858. X. Vorwärts! I.
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