die Spottreden zurück und nahmen mit Amtsmienen die Sache in Angriff.
Jetzt kam es aber darauf an: wie am ſicherſten und am ſchleunigſten geholfen werden könne.
Der Oberbaurath Schulze ſagte in ſeinem Gutachten: es müſſe die Sandbank, welche ſich an der Herrnkrug⸗Seite emporgethürmt habe, durchſtochen und dadurch ein Waſſer⸗ abfluß vom linken Ufer bewirkt werden. Das ſchien den weiſen Vätern der Stadt bedenklich wegen der Schifffahrt.
Der Baurath Silberſchlag behauptete: ſtarke Treib⸗ buhnen wären hinreichend, um ein Abſchwemmen des linken Ufers zu verhindern. Das währte aber länger und nützte namentlich für das bald zu erwartende Johannis⸗ waſſer nichts.
Genug, an dem pro und contra erhitzten ſich die Köpfe, man ſtellte Meinungen auf, bekämpfte Vorurtheile, wies Vortheile nach und half dadurch dem Schaden nicht ab.
In der Geleitſchaft der Berliner Oberbauräthe be⸗ fand ſich ein junger Mann, Herr Johannes Rentelow, ein Magdeburger Kind und des Regierungsraths Rentelow einziger Sohn, der mit Leib und Seele Mathematiker, Phyſiker und Baubefliſſener war. Er hatte ſeine Studien unlängſt vollendet, hatte dann Reiſen durch Deutſchland und England gemacht und war eben im Begriff, ſeine ge⸗ ſammelten Theorien in's practiſche Leben zu übertragen.
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