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„Sagen Sie das nicht! Was man nicht wünſcht, erſcheint immer leicht zu erlangen, aber die Schwierig⸗ keiten wachſen, wenn man etwas wünſcht und es er⸗ langen will.“
„Um dieſe Wünſche zu befriedigen, werde ich meine Rednergaben in Kraft treten laſſen.“
„Dann iſt mir der Erfolg geſichert! Aber Sie müſ⸗ ſen noch mehr für mich thun, mein Herr von Leſſel. Ich wünſche nach dem meine Stellung hier zu verlaſſen. Ohne unbeſcheiden zu ſein, kann ich ſagen, daß ich ſchon zu lange in einer Lage verharrte, die meinen Kenntniſſen nie angemeſſen war. Solange ich unbe⸗ ſchränkt walten kann, wiegt die Annehnlichkeit dieſer Machtvollkommenheit die beſtehende Unterordnung auf — unter Ihrer Herrſchaft würde Alles beim Alten bleiben. Setzen wir den Fall, daß Sie nicht zum Beſitz der Comteſſe mit ihrem Grafenſchloß kommen, ſo ver⸗ ändert ſich meine Stellung und ich bin geneigt, dann eine erträgliche Verſorgung in der Adminiſtration zu ſuchen.“
„Ei, Herr Inſpector, Sie haben ſtolze Gedanken!“ rief Reinhold lachend.„Ein ſolche Stelle nähme ich ſelber an, wenn ich ſie haben könnte.“
„Um ſo eher werden Sie Alles thun, ſie mir zu verſchaffen!“ ſprach der Inſpector ſehr beſtimmt.


