Teil eines Werkes 
2. Band (1867)
Entstehung
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Er verließ ſchnell das Zimmer, als fürchte er in jedem Worte, das noch folgen könne, eine Entheiligung ſeiner Gefühle. Man erwartete ihn vergebens zum Mittagseſſen und der Knecht Matthis berichtete, der junge Herr ſei nach der Ruine hinaufgegangen. Brum⸗ mend verzehrte Herr Evers ſein wohl zubereitetes Mahl und bedauerte nur, daß er ſeine Conferenz mit Dietrich nicht bis zum Nachmittag verſchoben hatte, weil der arme Brauſewind nun ohne Mittagseſſen in der Gegend umherirre.

Dietrich war planlos fortgeeilt. Draußen in der freien, ſonnenhellen Flur erwachte er erſt zum Bewußt⸗ ſein deſſen, was eigentlich geſchehen war, und er ließ den Strom ſeiner tief verſteckten Liebe hier überwallen. Fortgetrieben von der Unruhe ſeines Herzens, ſtieg er die Höhen hinauf bis zur alten Bärenburg und ließ ſich dort in den Zerklüftungen eines alten Mauerwerks nieder. Wie lange er dort geträumt und in Seligkeits⸗ träumen geſchwelgt hatte, wußte er nicht. Als er aber, ermattet von dem Wogen und Schwanken ſeiner Empfin⸗ dungen, endlich das beſtimmte Ziel ſeines Glücks ins Auge faßte, da trat der Ernſt und der edle Vorſatz in ſeine Seele. Das Gute, das locker und leicht in ihm gewurzelt hatte und von allen Verſuchungen angefochten war, befeſtigte ſich im Hinblick auf eine Verantwortung