„Natürlich! Es ſind Dinge geſchehen, die einen Fluch von Kind auf Kindeskind ganz in der Ordnung erklären!“
„Entſetzlich, Gnädigſte! Sind dieſe Bärenberg denn keine Chriſten? Nun, wir huldigen doch der ſchönen Chriſtuslehre: vergeben und vergeſſen?“
„Darauf wird die Geſchichte wohl auch jetzt hinaus⸗ laufen. Der alte Askan iſt todt. Graf Harald's Gattin iſt auch geſtorben—“
„Hat ſie Erben hinterlaſſen?“ fragte der Legations⸗ rath intereſſirt.
„Ich glaube nicht! Mindeſtens keinen Sohn! Eine Tochter wird da ſein.“
„So wird Graf Askan das Lehn erhalten! Ich gratulire ihm und finde ſeine Vorliebe für dies Stück⸗ chen Land ganz natürlich.“
„Beinahe vermuthe ich dergleichen. Graf Harald wird die Angelegenheit ſelbſt ordnen wollen. Er iſt ſchon alt, und wenn er auch noch immer ein wohl⸗ erhaltener, ſchöner Herr genannt werden kann, ſo
möchte es doch in der Ordnung ſein, ſein Haus zu
beſtellen.“ 3„Wenn wir von unſerer Reiſe zurückkehren, wird Graf Askan uns Rede ſtehen!“ ſchloß der Legations⸗ rath das Geſpräch.


