Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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dann aber gab ſie es auf, weil ſie einſah, daß der⸗ gleichen Darlegungen ganz nutzlos ſein würden. Er⸗ neſt's Urtheil über die Ariſtokratie im Allgemeinen ſtimmte nicht einmal mit dem ihren überein daß er ſich hier, unter der Einwirkung eines Vorurtheiles, wahrſcheinlich zu Inconvenienzen hatte verleiten laſſen, leuchtete ihr, nach den Andeutungen des Hofmedicus, ein. Gut, ſo konnte er nun das auch ſelbſt vertreten, was er

für gut befunden hatte.

Ich weiß wenig von meines Bruders Stellung im Hauſe des Baron Roſenau, ſagte ſie leichthin, nur, daß die Etikette daſelbſt dem freien Geiſte deſſelben zuwider iſt, vermuthe ich. Laſſen Sie Erneſt ruhig in ſeiner Bahn; auch wenn er irren ſollte, ha⸗ ben Sie nichts von Härte zu befürchten. Uebrigens nahet ſich der Verkehr mit dem Hauſe ganz ſicherlich ſeinem Ende, denn mein Bruder wollte heute Verſuche mit Alfred anſtellen. 3

Der Doctor Sterenthal fuhr freudig auf. Er ſtampfte mit luſtigem Aerger zweimal ſeinen Stock vor dem Fräulein nieder.Und das ſagen Sie erſt jetzt? Eilen wir, daß wir hinkommen, um zu ſehen, was der Sünder bewirkt hat!

Er verließ eilend das Zimmer und gleich darauf