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unerwartet zu Alice hinaus, die am Geländer lehnte und träumeriſch in die ſtille Abendflur hineinblickte.
Goldene Wolken zogen vom weſtlichen Himmel herauf, vom Widerſchein gefärbt und erhellt, und ver⸗ breiteten ein mattes unſicheres Licht über den Platz, wo das Fräulein im Schutze einer Platane ſtand. Sie fuhr erſchreckt auf, als der Klang einer Männerſtimme ihr Ohr traf, und ſchauete ſehr verwundert in Benno's Geſicht, als ſie ihn erkannte. Vom Zimmer ihres Vaters her glänzte 8 erzenlicht und überſtrömte ihre ſchöne Geſtalt mit jenem magiſchen Schimmer, der, idealiſi⸗ rend, einer jugendlichen Erſcheinung beſonderes Leben gibt. Alice konnte nicht anders glauben, als Benno ſei durch die Zimmer ihres Vaters in dieſen abge⸗ ſchloſſenen Raum gedrungen, und ſie wunderte ſich einigermaßen darüber, daß ihr Vater ihm geſtattet hatte, ihre Einſamkeit zu ſtören.
„Man beabſichtigt uns zu trennen,“ flüſterte Benno mit bewegter Stimme, und neigte ſich ganz zu dem Fräulein. Alice blickte mit freundlicher Unſchuld auf zu ihm.
„Ahnen Sie denn nicht, Alice, daß der Beſchluß Ihrer Reiſe ein Complott gegen uns iſt?“ fragte der junge Mann noch leidenſchaftlicher, und ſenkte den feu⸗ rigſten Strahl ſeiner ſprechenden Augen in ihr reines


