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„Mit welchem Rechte?“ fragte die Dame ſtolz.
„Mit dem Rechte des Troubadours, der ſeine Herzensdame durch ſeine hingebende Treue verherrlicht,“ meinte er leichtſinnig.
„Die Zeiten ſind vorbei, mein junger Freund, und ich möchte Ihnen rathen, ſich aller romantiſchen Schritte zu enthalten, damit die Grenzlinie unſerer Standesverhältniſſe—“
„Ich reſpectire keine Grenzlinien,“ unterbrach er ſie rückſichtslos.„Ich habe ein Recht, um Alice zu werben, und ich habe das Verſprechen des Vetter Lud⸗ wig, daß er der Neigung ſeiner Tochter keinen Zwang anthun werde—.“
Die Oberkammerherrin ſchlug wahrhaft erſtaunt die Hände zuſammen.
„Sind das die Geheimniſſe, deren Enthüllung mein Schwager verſprach?“ rief ſie wirklich beſtürzt.
„Sie werden jetzt anerkennen, daß ich das Recht
habe, Alicens Reiſe zu hintertreiben,“ fuhr Benuo hartnäckig fort. Er bedachte nicht, daß er mit jedem Worte das Fundament, worauf ſeine Exiſtenz im Schloſſe ruhete, mehr untergrub.
„Alice reiſt mit mir nach Landsau,“ erklärte die Dame voller Hoheit und Würde.
„Nur, wenn Alice felbſt es will!“ rief Venn 3
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