Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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und würde von jedem rechtſchaffenen Menſchen als eine Chriſtenpflicht betrachtet werden.

Unterzeichnet war dieſer Brief. W. Wappra. Com⸗ merzienrath.

Endlich tagte es in Ely Koltrum. Der Nebel, wel⸗ cher ſich mit dieſer Ueberraſchung um ſein Gehirn ge⸗ zogen hatte, wich.Giſela! Giſela! Aus der Tiefe ſeiner Bruſt drang der Name. Wie ihn noch nie Men⸗ ſchenlippen geſprochen, tönte er gleich einem Gebete, gleich einem Dank aus Herzensgrunde.

Zu ihr! Zu ihr! O, mein Gott!

Er trat in ihr kleines Haus. Zum erſten Male ſah Giſela ihn in ihrem Zimmer. Nicht mit dem Jünglings⸗ eifer der Liebe und Sehnſucht, ſondern langſam näherte er ſich dem Mädchen, das ſich von ihrem Sitze erhob und mit Purpurgluth überflammt, nicht fähig war ihm auch nur einen Schritt entgegenzukommen. Der Brief in ſeiner Hand ſagte ihr Alles. Er hielt ihn ihr hin:Das danke ich Ihnen, Giſela! Gott ſegne Sie dafür! Es war die einzige Möglichkeit mich zu retten Sie haben den rechten Weg gefunden!

Zürnen Sie nicht, Ely, daß ich es wagte, hinter Ihrem Rücken die Fürſprecherin zu ſpielen, antwortete Giſela bebend.Ich wußte, an wen ich meine Bitte rich⸗ tete. Der Schwiegervater meines Bruders achtet und