Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

30

gezogen wurde und es iſt nicht unwahrſcheinlich, daß er die erhaltenen Aufklärungen über ſeinen Vermögenszu⸗ ſtand anwendete, um Roſſian's weitere Pläne auf ihn zu vereiteln.

Leider gelang ihm dies nicht. Schon in den näch⸗ ſten Tagen lief ein Brief von dem Fabriksbeſitzer Elias Koltrum ein, der ſeine Willfährigkeit anzeigte, in den vor⸗ geſchlagenen Handel einzugehen. Der Brief war von Roſſian in Beſchlag genommen und wurde von ihm ohne Vorwiſſen Warrens auch wieder beantwortet. Was ging ſein Separatgeſchäft die Firma Warren& Roſſian an!

Mit wenigen Briefen war die Sache in Gang ge⸗ bracht. Die Verladung des Zuckers wurde bewerkſtelligt und glücklich langte er an dem Orte ſeiner Beſtimmung, in der Reſidenz an. Jetzt begann Herr Eduard Roſſian ſeine verdächtigen Speculationen. Er entwickelte eine auf⸗ opfernde Freundſchaft für Herrn Elias Koltrum, indem er ihn benachrichtigte, daß eine merkliche Steigerung in den Zuckerpreiſen zu hoffen ſei. Er habe deshalb mit dem Käufer einen Rückcontract abgeſchloſſen, wonach es ihnen frei ſtehe, den Zucker bis zur günſtigen Zeit lagern zu laſſen. Natürlich übernahm Roſſian in rührender Selbſt⸗ aufopferung das Riſico des Geſchäftes und ſchätzte ſich, nach ſeinen geläufigen Verſicherungen, ſehr glücklich, Herrn Koltrum in doppelter Hinſicht Dienſte leiſten zu können,