Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Sehntes Capitel.

Der Domherr kehrte in den nächſten Tagen zurück mit allen gewünſchten Vollmachten verſehen. Er hatte es verſtanden, den Generalfeldmarſchall von Spärkan zu verſöhnen und ihn zu bewegen, der Ehre Gertrud's das Opfer zu bringen, ihren Einzug in das Beſitzthum ihrer Väter mit ſeiner Gegenwart zu verherrlichen. Von den Teſtamentsbedingungen abſtrahirend, machte er nur die Forderung geltend, daß der preußiſche Rittmeiſter von Brettow künftighin den Namen ſeiner Gattin mit dem

ſeinigen vereint tragen und ſich Brettow von Spärkan

nennen müſſe. Nach einigem Widerſtreben gab Wolf die⸗ ſem Verlangen nach. Was den Feldmarſchall bewogen hatte, ſich den Bemühungen des Domherrn, der die Ge⸗ ſchichte ſo raſch wie möglich zu aplaniren wünſchte, nicht widerſpenſtig zu zeigen, lag klar zu Tage. Das Verhält⸗ niß des preußiſchen Herrſchers zu Sachſen geſtaltete ſich